Der Weg meiner NussSchale

Ich liebe die Zweideutigkeit mancher Worte.

So machte ich für das Kinderlädchen des Basares unseres Kindergartens WalNüsse und mein neuestes Projekt passt auch herrlich in diese Kategorie. 

Nun hatte ich erstmals die Gelegenheit, mit Ton zu arbeiten und ich muss sagen – es war großartig. Genau mein Material.

Ich hatte vorher überlegt, was ich wohl töpfern könnte und in meine Erinnerung trat die Nussschale meiner Mama. Sie ist aus Holz, länglich wie ein Kanu und hat zwei Kammern. Praktisch. Eine Kammer für die Nüsse und die andere für die Schalen. Seit Jahren bin ich vergeblich auf der Suche nach so einer Schale. Ich würde nun also unsere eigene Nussschale töpfern. Nachdem die Grundform stand sah ich mir die Materialien an, mit denen ich Struktur in die Schale bekommen könnte. Blätter waren da, aber das gefiel mir nicht. Sie führten mich aber zu der Idee, die Struktur von Nussschalen einzuarbeiten. Und da (erst) fiel mir die Doppeldeutigkeit des Wortes auf. Es kann die Schale einer Nuss sein oder eine Schale für eine Nuss… Herrlich. Ich war entflammt. Leider gab es keine Nüsse vor Ort und so machte ich mich auf zum nächsten Lebensmittelmarkt. Ich hatte es auf ganze Walnüsse (mit Schale) abgesehen. Ich fand einen Korb mit vielen, vielen Haselnüssen und einen mit Erdnüssen. Keine Walnüsse. Ich fragte eine Verkäuferin. Sie hatten keine mehr. Ich fuhr mit den Händen durch die Haselnüsse um mich mit ihnen als Ersatz anzufreunden. Weit unten hielten sie einen Schatz für mich bereit – die einzige und letzte Walnuss weit und breit. Ich kann nun sagen – eine einzige Walnuss im richtigen Moment kann ein Glücksgefühl bescheren. Selig schwebte ich zu meiner Schale zurück, berichtete der Töpferin von meinem Glück und verwandelte die Schale in eine Nussschale – in meine NussSchale.

Moritz wird eingeschult / Moritz becomes a first grader

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Nun war es soweit. Am Samstag wurde Moritz eingeschult. Für ihn haben wir die örtliche Grundschule ausgewählt. Mal schauen wie das so wird.

Das Wetter für den Einschulungssamstag war furchtbar angesagt – Regen den ganzen Tag. Aber das Wetter war gnädig. Morgens bis nachmittags schien wunderbar die Sonne, erst am späten Nachmittag und abends regnete es. Ich war so glücklich. Herrlich.

Der ökomenische Gottesdienst war total schön. Er war aufgehängt an der Geschichte von Jim Knopf und Lukas die Lokomotive. Die Einschulungsfeier in der Schule begann mit einer Aufführung der Viertklässler. Das haben sie toll gemacht und die Geschichte war auch echt schön. Dann wurde es etwas chaotisch, aber egal. Nach den ersten 30min Unterricht kamen die Schulkinder stolz aus dem Klassenzimmer. Herrlich.

Danach sind wir essen gegangen und konnten Dank des schönen Wetters sogar in der Sonne draußen sitzen. Herrlich. Moritz plünderte seine Schultüte. Herrlich.

Am Nachmittag kamen noch mehr Verwandte. Wunderbar.
Moritz plünderete weitere Geschenkeschultüten und spielte viel. Für ihn wunderbar.

Bis abends feierten wir – ein neuer Lebensabschnitt geginnt.

Danke, dass ihr, die dabei waren, dabei ward. Wundervoll.

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ENGLISH

On Saturday Moritz turned into a first grader.

The weather was supposed to be awful. But it turned out to be quite nice. From the morning till the afternoon the sun was shining. I was so happy.

First we went to church and it was a wonderful church service. The ceremony in school started with a little theatre of the 4th graders. They did a very nice job.

Afterwards we went to a restaurant to eat. Moritz opened his school cone. Wonderful.

In the afternoon more guests joined us. Thanks for coming.

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noch eine kleine Schultüte

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Auch die Geschwister von Einschulkindern wünschen sich eine Schultüte. Gleiches Recht für alle – und ein bißchen auch für mich 😉
Ja, ich habe noch eine kleine Schultüte für Charlotte genäht. Ich bin doch überrascht, wie schnell das eigentlich geht. Am längsten hat das Knöpfe annähen gedauert.

Hier ist mein zweites Nähprojekt >>

English

Charlotte also wishes a little school cone when Moritz will come to school. Same rights for both – and a bit for me 😉
Yes, I sewed a little school cone for her.
I am a bit suprised how fast I was done. Most of the time I needed for sewing the buttons.

Here is my second sewing project >>

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Moritz‘ letzter Kindergartentag

Letzte Woche nun hatte Moritz seinen letzten Kindergartentag.

Das ist schon irgendwie merkwürdig. Ist doch jetzt sowohl für ihn, als auch für uns ein Lebensabschnitt zu Ende und ein neuer beginnt.

Wir wissen, was jetzt kommt. Moritz befindet sich jetzt aber eigentlich im „luftleeren“ Raum oder? Der Kindergarten ist zu Ende – das was er kennt. Es kommt etwas neues – das wovon alle reden – aber was das so richtig bedeutet, dass kann Moritz doch eigentlich nicht wissen. Wir Erwachsenen machen eine große Sache daraus. Charlotte erzählt manchmal davon. Aber was heißt das für ihn?

Er wird es erst im September wissen. Jetzt ist er kein Kindergartenkind mehr, aber ein Schulkind ist er auch noch nicht. „Ich bin jetzt einfach ein Kind.“ ist seine Antwort darauf, als wir den Zwischenraum versuchen, zu beschreiben.

Für mich bedeutet der Schritt – ich habe kein Kindergartenkind mehr. Beide Kinder sind Schulkinder. Beide werden immer schneller selbstständig und ihr „ohne Eltern Radius“ wird immer größer. Lange habe ich auf den Moment gewartet. Aber jetzt – wo er da ist – fühlt es sich auch für mich neu an und mir wird bewusst, dass ich die Zeit, die ich jetzt mit ihnen habe – wo sie noch Nähe zu mir und uns suchen – doch bewusst erleben möchte.

Aber noch was ganz erdliches hat es für mich – ich habe das erste Mal genäht. Meine Mama ist zwar Schneiderin aber das Nähen kam nie an mich. Nun ist es da und es war toll.

Hier könnt ihr Moritz‘ Schultüte sehen >>

ENGLISH

Last week Moritz had his last day of preschool. It feels weird. Because for him and for us – one part of our life is over and a new one will begin.

We know what is coming. But Moritz does not really. Preschool is over – the one he knows. Now something new is coming up – we all talk about it. But what it really means he cannot know yet. We adults say it is a big thing. Charlotte is sometimes talking about it. But what does it mean for him?

In September he will know. Now he is not a preschool kid, and a first grade he is not yet. “I am just a child.” is his answer as we talk about this “time in between”.

For me it means – there is now preschool kid left. Both are school kids. They are getting more and more independently. And their “without parents radius” is getting bigger and bigger. I waited for this moment quite a while. But now here it is – and it feels new and weird – and I realize that I will enjoy the time I got with them – the time they need us and want to be near us.

But this time also meant for me – I first sewed in my life – here it is >>

Museumsbesuch in Speyer

Am Karfreitag war wirklich schlechtes Wetter. Da fiel mir die Familienausstellung in Speyer ein – über Agenten, Detektive und Spione. Teilweise war ich mir nicht sicher, ob das schon was für die Kinder war. Aber die Mitmachstationen waren der Knaller. Phantombilder bauen, durch Lasertunnel den richtigen Weg finden, sich verkleiden zur Tarnung, Oskar finden von den TKKG – es war wirklich witzig gemacht.

The weather on Friday was not worth to talk about. Then I thought of the family exhibition in the museum of speyer – about agents and spies and detectives. I wasn’t sure if it was the right thing for the kids, but the interactive parts were so much fun.

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