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Adventsgärtlein / Advent garden

Das Wort Advent leitet sich ab vom lateinischen Begriff „adventus“ (Ankunft), womit die Ankunft des Herrn gemeint ist. Die Christenheit bereitet sich ab diesem Datum also auf das Fest der Geburt Jesu Christi vor, die sie als Menschwerdung Gottes feiern – eben Weihnachten.

Für mich ist es auch ein ZeitRaum, um den Stress und Druck aus der Zeit zu nehmen. Ruhiger zu werden, mehr in mir selbst zu sein. Bei mir anzukommen.
Um für mich zur Ruhe zu kommen und genährt und „runtergefahren“ in die Adventszeit zu gehen, liebe ich das Adventsgärtlein – ein Ritual, das ich im Waldorfkindergarten meiner Kinder kennenlernen durfte.

Eine Spirale aus Tannengrün führt nach innen zu einer leuchtenden Kerze. Jeder der mag, läuft mit seiner Kerze, die von einem Apfel getragen wird zur großen Kerze und holt sich sein Licht, um es auf die Spirale zu stellen. So erhellen wir gemeinsam den Raum – jeder mit seinem ureigenen Licht.

Begleiten tun wir uns selbst, in dem wir ein Lied singen und summen. Die Stimmung ist sehr erhaben. Niemand spricht, kein großer und kein kleiner Mensch.

„Vielen Dank für diesen schönen Adventseinstieg – Balsam für die Seele.“

Solche ZeitRäume finde ich so wertvoll und ich freu mich, dass es mir/uns gelungen ist, so einen Raum zu schaffen.

Die Symbolkraft hinter dem Tun

Die Spirale

Bei der Spirale führt der Weg von außen nach innen. Im Innersten ist das Licht, an dem sich der Mensch die eigene Kerze anzündet. Auf dem Weg aus der Spirale heraus stellt jeder Mensch seine Kerze ab, so dass der Raum immer heller erleuchtet wird.

Der Weg nach innen, suchend und am Ende das Licht findend, ist der adventliche Weg nach innen. Es ist ein Weg der Individualisierung. Es braucht Mut den Weg zu gehen und jeder geht den Weg anders.

Das Abstellen des eigenen Lichts zu den anderen Lichtern auf der Spirale, beinhaltet ein Bild der Sozialisierung. Zunächst gehen wir den Weg nach innen, in die Individualität, um dann unsere Kräfte der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Das Tannengrün

Das Tannengrün steht für die lebendtragenden Kräfte. Während sich in der Natur die Kräfte nach innen ziehen, behält die Tanne ihre Lebenssäfte.

Die Kerze

Wenn eine Kerze leuchtet wird das Wachs verzehrt. Licht und Wärme entstehen. Diese  haben aber nicht nur einen natürlichen, sondern auch einen seelischen Aspekt- sie symbolisieren die „Herzenskräfte“.

Damit die Flamme nicht erlöscht, muss das richtige Tempo gefunden werden. Jedoch findet jeder seinen eigenen, individuellen Gang. Das Licht scheint daher mal sehr hell, kann aber ab und an auch mal durch einen „Luftzug“ die Kraft verlieren….um dann wieder in vollen Glanz erstrahlen zu können.

Der Apfel

Dem Apfel begegnen wir bereits am Anfang der biblischen Erzählung und auch in vielen Märchen kommt er vor. Nachdem Eva den Apfel gegessen hatte, wurden die Menschen aus dem Paradies vertrieben. Damit wurden sie auch sterblich. Mit der Sterblichkeit und dem Erdenweg findet aber auch der Mensch zu seinem individuellem Ich.

Danke für die wundervollen Fotos liebe Carolina Mendoza. Thanks for your wunderful pictures Carolina Mendoza.

Advent garden

The word Advent is derived from the Latin term „adventus“ (coming), which means the coming of the Lord. From this date, therefore, Christianity prepares itself for the feast of the birth of Jesus Christ, which it celebrates as the Incarnation of God – Christmas.

For me it is also a time to take the stress and pressure out of time. To become calmer, to be more in myself. To arrive within me.
For that I love the „Advent garden“ – a ritual that I was allowed to get to know in the Waldorf kindergarten of my children.

A spiral of pine green leads inwards to a glowing candle. Anyone who likes runs with his candle, which is carried by an apple, to the big candle and gets his light to place it on the spiral. So we light up the room together – each with his own light.

We accompany ourselves by singing and humming a song. The mood is very sublime. No one speaks, no big and no small person.

„Thank you very much for this beautiful beginning of Advent – balm for the soul.“

I feel such time spaces are so valuable and I am happy that I/we have succeeded in creating such a space.

The symbolic power behind the action

The spiral

With the spiral, the path leads from the outside to the inside. In the innermost is the light, at which the person lights his own candle. On the way out of the spiral every person puts his candle down, so that the room becomes brighter and brighter.

The way to the inside, searching and finding the light at the end, is the adventitious way to the inside. It is a path of individualization. It takes courage to go the way and everyone goes the way differently.

Turning off one’s own light to the other lights on the spiral contains an image of socialization. First we go the way inwards, into individuality, in order to then make our powers available to the community.

The fir green

The fir green stands for the living forces. While in nature the forces pull themselves inwards, the fir keeps its life juices.

The candle

When a candle is lit, the wax is consumed. Light and heat are generated. These have not only a natural, but also a spiritual aspect – they symbolize the „heart forces“.

So that the flame does not extinguish, the right speed must be found. However, everyone finds his own, individual pace. The light shines therefore sometimes very brightly, can lose however now and then also times by a „draft of air“ the strength …. in order to be able to shine then again in full gloss.

The apple

We encounter the apple already at the beginning of the biblical narrative and it also appears in many fairy tales. After Eve had eaten the apple, people were driven out of paradise. So they also became mortal. But with mortality and the way on earth, man also finds his individual self.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

 

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