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Das relevante System Familie und die Schale der Liebe

Ich habe letzten einen Beitrag bei Spiegel Online entdeckt mit dem Titel „Frauen sind systemrelevant – aber das System ist kaputt.“ Der Titel berührt mich. Ich denke sofort an das Gedicht von Bernhard von Clairvaux „Die Schale der Liebe“. Es sagt aus, dass wir erst für uns selbst sorgen dürfen, bevor wir uns um andere kümmern.

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal,
der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,
während jene wartet, bis sie gefüllt ist.

Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter.
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott.

Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See. Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen, und dann ausgießen.

Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen.
Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.
Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut?
Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle,
wenn nicht, schone dich.

[Bernhard von Clairvaux]

Ich weiß. Ich weiß, dass es stimmt und ganz wichtig ist. Doch wie? Und vor allem wann? Habe ich doch im Moment haufenweise Rollen gleichzeitig zu bewältigen

  • Ich selbst; Organisatorin; alleinerziehende Mutter zweier schulpflichtiger Kinder; Mutter zweier Kinder, die ihre Freunde vermissen und Kontakt zu Gleichaltrigen; Kollegin; Lehrerin und Homeschooling Beauftragte; Köchin; Haushälterin; Motivatorin; Partnerin; Gärtnerin; usw.

Erkennen wir arbeitenden Mütter eigentlich, dass wir zu Hause einen der systemrelevantesten Jobs aller Zeiten stemmen? Und erkennen die arbeitenden Väter, die die Kinder im Homeschooling betreuen eigentlich, dass dies ebenfalls ein systemrelevanter Job ist?

Nämlich für unser kleines System namens Familie?

Ja. Es ist wichtig, dass wir alle unsere Jobs erledigen für unseren Arbeitgeber. Denn auch das Geld, das dadurch fließt ist relevant für unser Familiensystem.

Ich denke, dass die Balance am Wichtigsten ist.

Sorgt für die Balance in euren Herzen. Sorgt für Ausgeglichenheit unter den Gefühlen, Menschen und Taten, mit denen ihr eure Zeit füllt.
Für euch selbst, für die Kinder, für euch als Partner, für den Job …

Im Namen der Liebe – der Selbstliebe!
Lasst uns uns selbst lieben und wertschätzen. Dann können wir auch nach außen lieben und erkennen, dass wir alle gerade immer wieder an unseren Grenzen entlanglaufen – wir Erwachsenen wie unsere Kinder!

 

Magst du dich selbst besser kennenlernen und verstehen? Ich lade dich ein, die Fragen tief in dich einsinken zu lassen. Die Antwort ist schon da.

  • Was löst das Gedicht in dir aus?
  • Wie fühlst du dich? Erkennst du dich als Schale oder eher als Kanal?
  • Hast du eine Idee, bis wohin deine Schale im Moment gefüllt ist? Wie geht es dir mit deinem Füllstand?
  • Fällt es dir schwer oder leicht, dich um dich zu kümmern? Falls es dir schwer fällt, hast du eine Idee, welche deiner Gedanken es dir schwer machen?
  • Was tust du für dich, um deine Schale aufzufüllen und wie oft machst du das?

Schreib es gerne in die Kommentare oder sende mir eine Email an otremba [at] email.de.

Ich möchte die Ideen sammeln und für alle zugänglich machen.

Ich danke Dir.
Von Herz zu Herz, Belinda


The relevant system family and the shell of love

I recently discovered an article at Spiegel Online entitled „Women are systemically relevant – but the system is broken.“ I’m touched by the title. I immediately think of Bernhard von Clairvaux’s poem „The Bowl of Love“. It says that we must first look after ourselves before we look after others.

If you’re sensible, prove you’re a shell, not a canal,
which receives and transmits almost simultaneously,
while that one waits to be filled.

In this way, she passes on what overflows with her without harming herself.
You too, learn to pour out only from the fullness and do not have the desire to be more generous than God.

The bowl imitates the source. Only when it is saturated with water does it flow to the river, it becomes the sea. You do the same thing! First fill it up, then pour it out.

Kind and wise love is used to overflowing, not pouring out.
I don’t want to be rich if it leaves you empty.
Because if you treat yourself badly, who are you good to?
If you can, help me out of your abundance,
if not, go easy on yourself.

[Bernard of Clairvaux]

I know. I know it’s true and it’s important. But how? And especially when? I mean, right now I have a ton of roles to play at once.

  • Myself; organiser; single mother of two school-age children; mother of two children who miss their friends and contact with peers; colleague; teacher and homeschooling representative; cook; housekeeper; motivator; partner; gardener; etc.

Do we working mothers actually realize that we are doing one of the most systemically relevant jobs of all time at home? And do the working fathers who look after the children in home schooling actually recognize that this is also a systemically relevant job?

Namely for our little system called family?

Yes. It is important that we all do our jobs for our employer. Because the money that flows through it is also relevant to our family system.

I think that balance is the most important thing.

Get the balance in your hearts. Balance the feelings, people and actions with which you fill your time.
For yourselves, for the children, for you as partners, for the job…

In the name of love – self-love!
Let us love and appreciate ourselves. Then we can also love outwardly and recognize that we are all running along our borders again and again – we adults as well as our children!

Would you like to get to know and understand yourself better? I invite you to let the questions sink deep into you. The answer is already there.

  • What triggers the poem within you?
  • How do you feel? Do you see yourself as a bowl or rather as a channel?
  • Do you have any idea up to where your bowl is filled at the moment? How do you feel with your filling level?
  • Do you find it hard or easy to take care of yourself? If it is difficult, do you have an idea which of your thoughts make it difficult for you?
  • What do you do for yourself to fill your bowl and how often do you do it?

Please write it in the comments or send me an email to otremba [at] email.de.

I would like to collect the ideas and make them available for everyone.

I thank you.
From heart to heart, Belinda

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